Lesen · Teil 4 · Variante 6

Meinungen: Haustiere in Mietwohnungen

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Ist die Person dafür, dass Vermieter Haustiere in Mietwohnungen grundsätzlich erlauben müssen? Wählen Sie Ja oder Nein.

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Beispiel

Die Wohnung gehört dem Vermieter, und er trägt das Risiko für Schäden oder Beschwerden aus dem Haus. Ein ruhiges Kleintier ist zwar etwas anderes als mehrere große Hunde, doch genau deshalb braucht es Entscheidungen im Einzelfall. Der Staat sollte Eigentümern keine allgemeine Erlaubnispflicht vorschreiben.
20Zeynep
Viele Tiere landen im Tierheim, weil ihre Besitzer keine Wohnung finden, in der sie bleiben dürfen. Dabei leben die meisten Haustiere unauffällig und richten bei verantwortungsvoller Haltung keinen Schaden an. Gegen echte Störungen gibt es bereits Regeln. Eine grundsätzliche Erlaubnis würde verhindern, dass Vermieter Bewerber allein wegen eines Tieres sofort ablehnen, und damit vielen Menschen und Tieren helfen.
21Harald
Ich habe als Nachbar einmal monatelang unter einem dauernd bellenden Hund gelitten. Gespräche halfen wenig, und bis die Hausverwaltung reagierte, konnte ich nachts kaum schlafen. Nicht nur Mieter mit Tier haben Rechte, sondern auch alle anderen Bewohner. Wenn Vermieter jedes Tier akzeptieren müssen, lassen sich solche Konflikte schwerer vermeiden. Das kann nicht richtig sein.
22Jacqueline
Katzen können Tapeten zerkratzen, und Hunde können empfindliche Böden beschädigen. Solche Schäden sind teilweise teuer und werden oft erst beim Auszug sichtbar. Eine Kaution reicht dann nicht immer aus. Verantwortungsvolle Tierhalter sind sicher die Mehrheit, trotzdem muss ein Eigentümer das Risiko prüfen dürfen. Eine Pflicht zur Erlaubnis geht deshalb zu weit.
23Rüdiger
Als Vermieter habe ich grundsätzlich nichts gegen Tiere, aber ich möchte wissen, welches Tier in welcher Wohnung leben soll. Bei einem alten Hund im Erdgeschoss entscheide ich vielleicht anders als bei drei jungen Hunden in einer kleinen Wohnung. Ein Gespräch mit dem Mieter und klare Vereinbarungen sind besser als ein Gesetz, das alle Fälle gleich behandelt.
24Ayça
Für ältere Menschen ist ein Haustier oft ein sehr wichtiger sozialer Kontakt. Es gibt dem Tag Struktur und sorgt dafür, dass man vor die Tür geht. Wer im Alter umziehen muss und das langjährige Tier nicht mitnehmen darf, verliert einen Teil seines Zuhauses. Eine grundsätzliche Erlaubnis mit klaren Regeln für Lärm und Sauberkeit würde viele Betroffene schützen.
25Falk
Man muss unterscheiden: Ein Wellensittich in einem Käfig ist etwas anderes als ein großer Hund, der täglich durchs Treppenhaus läuft. Auch Anzahl, Wohnungsgröße und Verhalten des Tieres spielen eine Rolle. Ein pauschales Recht greift deshalb zu kurz. Unproblematische Kleintiere sollten erlaubt sein, bei größeren Tieren braucht es aber weiterhin die Zustimmung des Vermieters.
26Moni
Tierhalter haben auf einem angespannten Wohnungsmarkt oft kaum eine Chance, selbst wenn ihr Tier ruhig ist und sie alle Kosten übernehmen. Eine pauschale Ablehnung sagt nichts darüber aus, wie verantwortungsvoll jemand sein wird. Natürlich müssen Nachbarn vor Lärm und Schmutz geschützt bleiben. Trotzdem sollte die Haltung grundsätzlich erlaubt sein und nur bei konkreten Problemen eingeschränkt werden dürfen.

Das Ergebnis dieser einzelnen Übung ist keine Bestehensprognose und keine offizielle Bewertung.

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