Lesen · Teil 4 · Variante 9

Meinungen: E-Books statt Schulbücher

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Ist die Person dafür, dass gedruckte Schulbücher durch E-Books und Tablets ersetzt werden? Wählen Sie Ja oder Nein.

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Beispiel

Ein gedrucktes Buch fällt nicht aus, hat keinen leeren Akku und braucht weder ein Update noch WLAN. Im Unterricht kann man sofort weiterarbeiten, selbst wenn die Technik streikt. Digitale Medien bieten interessante Ergänzungen, aber wegen dieser Zuverlässigkeit sollten sie Schulbücher nicht vollständig ersetzen.
20Svenja
Meine Tochter schleppt täglich mehrere schwere Bücher mit sich herum und hat oft nicht das richtige Exemplar dabei. Auf einem Tablet wären alle Lehrwerke und Notizen in einem Gerät. Fehler oder veraltete Informationen ließen sich außerdem aktualisieren, ohne eine ganze Auflage neu zu drucken. Wenn Schulen robuste Geräte bereitstellen, sehe ich im vollständigen Umstieg einen klaren Fortschritt.
21Cem
Zu Hause haben wir nur ein gemeinsames Gerät für drei Kinder. Damit digitale Bücher wirklich alle gedruckten ersetzen können, müsste jedes Kind jederzeit ein funktionierendes Tablet und Internetzugang haben. Schulen müssten also Geräte, Reparaturen und Ersatz finanzieren; sonst tragen Familien die Kosten. Solange das nicht dauerhaft gesichert ist, vertieft eine komplette Umstellung die sozialen Unterschiede. Deshalb bin ich dagegen.
22Ulrike
Bei längeren und anspruchsvollen Texten verstehen manche Lernende auf Papier mehr, weil sie weniger scrollen und sich Stellen räumlich besser merken. Auf einem Tablet lenken außerdem Benachrichtigungen und andere Apps leicht ab. Digitale Nachschlagewerke sind praktisch, aber für konzentriertes Lesen bleibt das gedruckte Buch wichtig. Schulen sollten beide Formen gezielt einsetzen, statt Papier vollständig abzuschaffen.
23Matthias
Mit digitalen Büchern können Lehrkräfte Texte individuell zugänglich machen, zum Beispiel in größerer Schrift, mit Wörterbuch oder Audio-Unterstützung. Aufgaben lassen sich auf demselben Gerät markieren und Ergebnisse direkt sichern. Davon profitieren nicht nur Schüler mit Seh- oder Leseschwierigkeiten, sondern die ganze Klasse. Nach einer guten Einführung halte ich den Ersatz der starren Papierausgaben deshalb für einen echten Fortschritt.
24Renata
Viele Kinder verbringen schon in ihrer Freizeit mehrere Stunden am Handy oder Computer. Wenn auch jedes Schulbuch nur noch auf dem Tablet liegt, kommt fast der gesamte Unterricht vor einem Bildschirm dazu. Das ist belastend für Augen und Rücken, und kurze digitale Pausen reichen nicht immer. Schulen sollten Bewegung und unterschiedliche Arbeitsformen fördern, statt die Bildschirmzeit durch einen vollständigen Ersatz noch weiter zu erhöhen.
25Kai
Als Lehrer sehe ich beides: Tablets bieten gute Lernprogramme, aber im Alltag sind leere Akkus, vergessene Passwörter und defekte Geräte häufig. Dann verliert die ganze Klasse Zeit, und die Wartung belastet unser kleines Technikteam. Ein gedrucktes Ersatzbuch brauchen wir am Ende trotzdem. Erst wenn Geräte und Support langfristig zuverlässig funktionieren, kann man über einen vollständigen Ersatz reden; momentan bin ich dagegen.
26Flora
Digital ja, aber nicht statt, sondern zusätzlich! In Geografie sind aktuelle Karten und Videos besonders nützlich, während ich einen langen Roman lieber auf Papier lese und mit Notizen versehe. Warum müssen wir für jedes Fach dieselbe Form vorschreiben? Eine Schule kann beides anbieten und gemeinsam mit den Lehrkräften entscheiden. Eine pauschale Abschaffung gedruckter Bücher hilft hier niemandem.

Das Ergebnis dieser einzelnen Übung ist keine Bestehensprognose und keine offizielle Bewertung.

Eigene GermanUp-Übungsinhalte. Kein offizielles Material des Goethe-Instituts. Sprach- und Audio-QA sind noch nicht abgeschlossen; diese Vorschau bleibt deshalb nicht indexierbar.