Lesen · Teil 4 · Variante 4

Meinungen: Homeoffice als Recht

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Ist die Person dafür, dass Beschäftigte einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice bekommen? Wählen Sie Ja oder Nein.

Richtzeit: 15 Minuten7 MesspunkteRedaktionelle Vorschau
15:00

Beispiel

Nicht jeder Beruf lässt Arbeit von zu Hause zu, und nicht jede Wohnung ist dafür geeignet. Selbst innerhalb einer Firma unterscheiden sich die Aufgaben stark. Ein allgemeiner gesetzlicher Anspruch würde deshalb viele neue Streitfragen schaffen. Besser wäre eine flexible Regelung im jeweiligen Betrieb.
20Stefan
Ich spare an jedem Homeoffice-Tag zwei Stunden Fahrt. Diese Zeit verbringe ich jetzt mit meinen Kindern, und morgens beginnt der Tag für alle ruhiger. Mein Arbeitgeber kann die Erlaubnis jedoch jederzeit ohne Begründung zurücknehmen. Ein gesetzlicher Anspruch auf mehrere Tage würde vielen Familien Planungssicherheit geben – ich bin klar dafür.
21Marlies
Im Büro entstehen Gespräche am Kaffeeautomaten, aus denen oft gute Ideen werden. Neue Kolleginnen lernen außerdem schneller, wenn sie Fragen direkt stellen können. Bei mehreren festen Homeoffice-Tagen pro Woche lassen sich solche Begegnungen schwer planen, und das Team verliert seinen Zusammenhalt. Einzelne Tage nach Absprache sind sinnvoll, ein gesetzlicher Anspruch geht mir aber zu weit.
22Tobias
In meiner kleinen Wohnung mit zwei Mitbewohnern kann ich nicht konzentriert arbeiten. Mir hilft daher kein allgemeiner Anspruch auf mehrere Tage zu Hause. Wichtiger ist, dass Betriebe genug ruhige Arbeitsplätze und flexible Einzelvereinbarungen anbieten. Ein neues Gesetz löst die sehr unterschiedlichen Probleme nicht; die Entscheidung sollte zwischen Beschäftigten und Arbeitgebern freiwillig ausgehandelt werden.
23Nadja
Berufstätige mit pflegebedürftigen Angehörigen oder kleinen Kindern profitieren besonders, weil lange Arbeitswege wegfallen. Natürlich bleibt Arbeitszeit auch zu Hause Arbeitszeit; Betreuung lässt sich nicht einfach nebenbei erledigen. Trotzdem schafft ein verlässlicher Anspruch mehr Spielraum für Termine und die Organisation des Alltags. Der Staat sollte diese Möglichkeit absichern, statt sie allein vom Wohlwollen der Vorgesetzten abhängig zu machen.
24Rolf
Als Teamleiter weiß ich: Manche Mitarbeiter arbeiten zu Hause deutlich besser, andere brauchen den direkten Austausch im Büro. Auch vertrauliche Unterlagen oder neue Projekte eignen sich nicht immer für einen Arbeitsplatz außerhalb der Firma. Ein pauschales Recht schafft zusätzliche Bürokratie und wird diesen Unterschieden nicht gerecht. Flexible Regelungen im Betrieb sind besser.
25Elif
Weniger Pendler bedeuten weniger Stau und weniger Abgase. Viele Büroberufe lassen sich heute zumindest teilweise von zu Hause erledigen, trotzdem erlauben es manche Firmen ohne nachvollziehbaren Grund nicht. Wenn ein Gesetz mehr Beschäftigten diese Möglichkeit gibt, ist das ein Gewinn für alle – auch für Pflegekräfte oder Handwerker, die weiterhin zur Arbeit fahren müssen.
26Jan
Grundsätzlich finde ich Homeoffice gut und nutze es selbst gelegentlich. Aber nicht jede Aufgabe und nicht jede Phase eines Projekts eignet sich dafür. Wenn die Zusammenarbeit nicht funktioniert, muss ein Team seine Regel schnell ändern können. Ein gesetzlicher Anspruch macht solche Anpassungen unnötig kompliziert. Vertrauen ist wichtig, es braucht aber vor allem klare Vereinbarungen im Betrieb statt einer pauschalen Vorgabe.

Das Ergebnis dieser einzelnen Übung ist keine Bestehensprognose und keine offizielle Bewertung.

Eigene GermanUp-Übungsinhalte. Kein offizielles Material des Goethe-Instituts. Sprach- und Audio-QA sind noch nicht abgeschlossen; diese Vorschau bleibt deshalb nicht indexierbar.