Lesen · Teil 4 · Variante 3

Meinungen: Verbot von Plastiktüten

Lesen Sie die Texte 20 bis 26. Ist die Person dafür, dass Geschäfte keine Einweg-Plastiktüten mehr ausgeben dürfen? Wählen Sie Ja oder Nein.

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Beispiel

Ich vergesse meinen Stoffbeutel ständig. Ohne Tüte stehe ich am Ende eines ungeplanten Einkaufs dann da. Eine teure Mehrwegtasche jedes Mal neu zu kaufen, ist für mich keine sinnvolle Lösung. Ein Verbot würde meinen Alltag schwieriger machen, auch wenn ich die Idee dahinter verstehe.
20Uwe
In unseren Flüssen und Meeren schwimmen unzählige Plastikteile. Einwegbeutel werden oft nur wenige Minuten benutzt, bleiben aber sehr lange in der Umwelt. Freiwillige Hinweise an der Kasse reichen offenbar nicht überall aus. Wenn ein Verbot die Menge auch nur etwas senkt, sollten wir es deshalb einführen. Der Komfort, spontan eine Tüte zu nehmen, ist diesen Schaden nicht wert.
21Kerstin
Ich benutze Plastiktüten vom Einkauf zu Hause ein zweites Mal als Müllbeutel. Wenn es sie nicht mehr gibt, kaufe ich Rollen mit neuen Beuteln – dann habe ich am Ende nichts gespart. Sinnvoller wäre es, besonders dünne Tüten zu vermeiden und Mehrfachnutzung zu fördern. Ein vollständiges Verbot löst das Problem meiner Meinung nach nicht.
22Dilan
Warum verbieten und nicht besser informieren? In meinem Supermarkt nutzt inzwischen fast jeder einen Stoffbeutel, ganz ohne Gesetz. Seit die Tüten sichtbar Geld kosten und an der Kasse nachgefragt wird, ist der Verbrauch stark gesunken. Viele Menschen ändern ihr Verhalten schon, wenn man ihnen die Folgen erklärt. Den Geschäften sollte deshalb die Wahl bleiben.
23Günther
Als Kleinhändler habe ich schon lange auf Mehrweg- und Papiertüten umgestellt, und die Kunden nehmen es gut an. Die Umstellung hat am Anfang zwar etwas gekostet, inzwischen ist sie selbstverständlich. Eine einheitliche Regel wäre trotzdem fair, denn momentan sparen manche Konkurrenten diese Mühe und machen einfach weiter wie bisher. Deshalb wäre ich für ein Verbot von Einweg-Plastiktüten.
24Yasmin
Papiertüten sind ökologisch nicht automatisch besser, wenn man Rohstoffe, Herstellung und Transport betrachtet. Auch dicke Stofftaschen müssen oft benutzt werden, bevor sich ihre Produktion lohnt. Statt ein Material vorschnell zu verbieten, sollte man zuerst ehrlich vergleichen, welche Alternative wirklich sinnvoll ist. Am Ende kommt es vor allem darauf an, jede Tasche möglichst oft zu verwenden.
25Heinrich
Ich bin 74 und gehe ohne Auto einkaufen. Wenn ich ungeplant mehr kaufe als vorgesehen, brauche ich manchmal eine leichte Tüte, die ich gut tragen kann. Einen schweren Korb kann ich wegen meines Rückens nicht immer mitnehmen. Man könnte Plastikbeutel verteuern, aber eine Ausnahme sollte möglich bleiben. Für manche ältere Menschen ist ein vollständiges Verbot eine echte Einschränkung des Alltags.
26Sabine
Ich habe in anderen Ländern erlebt, wie normal es ist, überall eigene Taschen dabeizuhaben. Anfangs vergessen einige Leute sie, doch nach kurzer Zeit wird der Beutel neben Schlüssel und Geldbeutel zur Gewohnheit. Für spontane Einkäufe kann man eine kleine faltbare Tasche mitnehmen. Diese Änderung verlangt wenig und vermeidet viel unnötigen Müll, deshalb bin ich klar dafür.

Das Ergebnis dieser einzelnen Übung ist keine Bestehensprognose und keine offizielle Bewertung.

Eigene GermanUp-Übungsinhalte. Kein offizielles Material des Goethe-Instituts. Sprach- und Audio-QA sind noch nicht abgeschlossen; diese Vorschau bleibt deshalb nicht indexierbar.